Über Uns

Kontakt Mail: fluechtlingsrechte-passau(at)gmx.de

* Wir sind ein politischer Zusammenschluss von Geflüchteten/Non-Citizens (1) und Nicht-Geflüchteten/ Citizens.

* Wir setzen uns seit Anfang 2010 für die Rechte von Asylsuchenden/ Non-Citizens in Passau und Umgebung ein. Dabei unterstützen wir vor allem Asylsuchende/Non-Citizens in ihren politischen Kämpfen.

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Über unsere Arbeit:

Wir wollen Geflüchtete in ihrem politischen Kämpfen unterstützen und über ihre Situation informieren. Als offene Gruppe arbeiten wir auf unserem wöchentlichem Plenum an den anstehenden Projekten. Über Kritik, Vorschläge und tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung freuen wir uns – an Ideen und Möglichkeiten aktiv zu werden mangelt es nicht. Bei Interesse kommt einfach bei einem unserer Treffen vorbei oder schreibt uns eine E-Mail.

Unsere Grundüberzeugungen:

– Kein Mensch flieht ohne Grund aus ihrem_seinem Herkunftsland.

– Geflüchtetenschutz und Menschenrechte müssen immer Vorrang haben vor einer Politik der Geflüchtetenabwehr, welche die aktuelle Asylpolitik dominiert.

– Wir setzen uns für ein Bleiberecht für alle Geflüchteten ein und lehnen Abschiebungen strikt ab.

–  Wir fordern die Abschaffung von Sonderregelungen für Geflüchtete, wie Lagerunterbringung und Asylbewerberleistungsgesetz, und kämpfen für gleiche Rechte für alle in Deutschland lebenden Menschen.

Eines unserer Ziele ist es, ein Bewusstsein für die Situation von Geflüchteten in Passau, Bayern, Deutschland und Europa zu schaffen und durch unser Handeln aktiv Einfluss auf die Passauer Realität von Flucht und Migration zu nehmen. Die zahlreichen Diskriminierungen gegenüber Geflüchteten, ob durch Gesetze, Behörden oder Alltagsrassismen möchten wir sichtbar machen und so an einer Gesellschaft mitgestalten, in der solche Ausgrenzungsmechanismen Vergangenheit geworden sind.

  Was wir konkret machen und gemacht haben: –          Politische Öffentlichkeitsarbeit:

Infoveranstaltungen und Vorträge zur Situation von Asylsuchenden/ Non-Citizens in Passau und rechtlichen Rahmenbedingungen; Demonstrationen und Kundgebungen für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Asylsuchenden/ Non-Citizens, Infostände und Pressearbeit

–         Solidarität im Einzelfall

Abschiebungen thematisieren und dagegen aktiv werden, Öffentlichkeit schaffen und Betroffene unterstützen, Konkrete Einzelfallhilfe für Asylsuchende/ Non-Citizens

–        Langfristige Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation von Geflüchteten

 

Wie alles anfing:

Im Januar und Februar 2010 begannen 20 Geflüchtete in den Lagern in Breitenberg und Hauzenberg einen Hungerstreik, um auf ihre menschenunwürdigen Lebens­umstände aufmerksam zu machen. Dieser wandelte sich im weiteren Verlauf in einen Boykott der Essenspakete um und weitete sich als solcher in ganz Bayern aus – zwischenzeitlich verweigerten über 200 Flüchtlinge aus 10 Lagern die Annahme von Essenspaketen.

Das aus der Unterstützung des Hungerstreiks entstandene Passauer Bündnis für die Rechte der Flüchtlinge existiert nun seit Anfang 2010 und brachte die Anliegen der Flüchtlinge mit einer großen Bandbreiten an Projekten in die lokale Öffentlichkeit ein.

 (1): „Nicht-Bürger_innen“ – eine Selbstbezeichnung, welche aus den selbstorganisierten Protesten von Geflüchteten entstand: www.refugeetentaction.org